YouTube Klicks kaufen: Finger weg oder empfehlenswert?

Youtube

Neben Facebook und Google gehört YouTube zu den weltweit erfolgreichsten Webseiten. Wer sich hier gut positioniert, kann unzählige Menschen erreichen und – wenn es beispielsweise um Marketing geht – damit auch gutes Geld verdienen. Nur ist es gar nicht so einfach, auf YouTube erfolgreich zu werden und zu bleiben. Denn zahlreich angeklickt wird nur, wer vom Algorithmus empfohlen wird und somit sichtbar ist. Das gelingt wiederum nur denen, die bereits Views und Klicks in größerer Zahl aufweisen können.
Da ist es natürlich besonders für Anfänger auf der Videoplattform verführerisch, die Zahlen durch den Einkauf von Klicks und Views einfach ein wenig zu beeinflussen. Anbieter dafür gibt es. Aber ist das empfehlenswert? Oder kann der Schuss auch nach hinten losgehen? Was sind mögliche Vorteile und was kann den Klick-Kauf problematisch machen?

YouTube Views kaufen – ein rechtliches Problem?

Zugegeben, YouTube Views kaufen, ist nicht der ganz ehrliche Weg zum Erfolg. Das ist vermutlich jedem klar. Aber die Konkurrenz ist nun mal gigantisch, wenn man bedenkt, dass statistisch jede Minute etwa 400 Stunden an Videomaterial auf YouTube hochgeladen werden. Da mag es so manchem chancenlos erscheinen, ohne etwas nachzuhelfen, halbwegs gute Zahlen zu erreichen. Aber ist dieses Nachhelfen überhaupt erlaubt?

YouTube selbst sieht die Beeinflussung durch gekaufte Views, Likes oder Kommentare natürlich nicht gern. Ein Account kann gesperrt oder sogar gelöscht werden, wenn dieses Vorgehen auffällig wird. Das lässt sich nie ganz ausschließlich, passiert aber vor allem dann, wenn Klicks und Views beim falschen Anbieter gekauft werden. Massenhafte Klicks von chinesischen Klickfarmen, die mit schlechten Fake-Profilen arbeiten, bleiben oft nicht lange unentdeckt. Bei einem guten Anbieter kann das aber anders aussehen.

Und rechtlich? In Deutschland besteht diesbezüglich in mancher Hinsicht eine Grauzone. Gegen einige Anbieter, die YouTube Views verkauften, hat der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) vor Gericht einstweilige Verfügungen erwirkt. Direkt Views zu kaufen, ist damit schwierig geworden. Follower, Shares und Likes betrifft das aber nicht. Zudem wurde nicht gegen die Käufer vorgegangen, sondern gegen die Verkäufer.

Käufer bewegen sich dennoch rechtlich in einer Grauzone, denn eine klare rechtliche Regelung gibt es bislang nicht.

Bringen gekaufte Klicks überhaupt einen Wettbewerbsvorteil?

Es kann Jahre dauern, bis ein YouTube-Kanal sich etabliert und einigermaßen gut läuft. Und es wird gemunkelt, dass viele erfolgreiche Kanäle sich durch YouTube Klicks kaufen einen Startvorteil verschafft haben. Denn natürlich verbessern mehr Klicks das Ranking und die Sichtbarkeit von Videos.

Allerdings ist beim Kauf Vorsicht geboten, denn falsch eingesetzt, kann der scheinbare Wettbewerbsvorteil schnell zum Nachteil werden. Denn YouTube interessiert sich nicht allein für die bloße Anzahl von Views, Followern und Likes, sondern achtete auch auf deren Qualität.
Wer seine Statistik durch Käufe zu sehr pusht, fällt auf und wird möglicherweise abgestraft. Und schlechte Fake-Profile oder Bots sind für den Algorithmus oft sehr einfach zu erkennen. Kurze Verweildauer, Kommentare in einer anderen Sprache und ein zusammenhangloses Interessenprofil verraten sie schnell. Sind sie auf einem Kanal massenhaft vertreten, fällt das nicht nur dem Algorithmus, sondern auch echten Zuschauern irgendwann auf und das steigert die Beliebtheit eines Kanals nicht gerade. Zusammengefasst: Gekaufte Views und Klicks können einem Kanal einen gewissen Anschub verleihen, aber sie sind mit Vorsicht zu gebrauchen und der Kauf ist nie ganz risikolos.

Was sollte beim Kauf von Klicks beachtet werden?

Wer trotz möglicher Risiken versuchen möchte, den eigenen Kanal auf YouTube durch gekaufte Views erfolgreicher zu machen, sollte geschickt vorgehen. Dann lässt sich die Wahrscheinlichkeit aufzufliegen verringern.

Wie bereits erwähnt, ist vorwiegend die Wahl eines guten Anbieters wichtig, der glaubwürdige Klicks verkauft. Vorzugsweise kommen sie von echten Profilen aus dem deutschsprachigen Raum. Diese Anbieter sind zwar nicht die billigsten am Markt, aber in diesem Fall kann die Mehrinvestition wirklich sinnvoll sein.

Einen passenden Anbieter zu finden, ist dabei vielleicht nicht ganz einfach. Denn selbstverständlich gibt es in diesem Bereich keine offiziellen Qualitätskontrollen oder -siegel und außerdem etliche schwarze Schafe. Hilfestellung bei der Auswahl kann aber mitunter eine Google-Recherche nach Erfahrungen anderer Käufer bieten.

Auch wenn es verführerisch sein mag, sollte man den Klick-Kauf nicht übertreiben und langsam vorgehen. Erhält ein kleiner, unbekannter Kanal plötzlich aus dem Nichts heraus 100.000 Aufrufe, fällt das YouTube natürlich schnell auf und wirkt mehr als verdächtig. Bei Nischenthemen können sogar ein paar Tausend Aufrufe bereits Verdacht erregen.

Views und Klicks werden üblicherweise in unterschiedlichen Paketgrößen angeboten. Wer YouTube Views kaufen möchte, sollte insbesondere am Anfang auf kleine Pakete setzen und den Zukauf langsam und gleichmäßig steigern, falls das nötig erscheinen sollte. In jedem Fall müssen Auffälligkeiten in der Statistik vermieden werden. Die Statistik im Auge zu behalten, ist ohnehin ein wichtiger Tipp. Denn wenn die Klick-Kauf-Strategie erfolgreich ist, sollte sich das dort mit der Zeit ablesen lassen, da auch die Anzahl organischer Aufrufe steigt. Und für nachhaltigen, dauerhaften Erfolg sind sie letztlich am wichtigsten.

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